Zusammenfassung
Standort
Hauts-de-Seine
Installierte Straßenlampen
100
Projektdatum
2026
Kategorie
Straßen

Die Straßenbeleuchtung einer komplexen Verkehrsachse zu erneuern, ohne Gräben auszuheben, ohne den Verkehr zu unterbrechen und zu Kosten, die nur halb so hoch sind wie bei einer klassischen Sanierung: Das ist die Wette, die das Département Hauts-de-Seine auf der RD914 zwischen Nanterre und Puteaux, vor den Toren von La Défense, gewonnen hat.

Dieses Projekt zählt zu den größten Ausbauten autonomer solarer Straßenbeleuchtung im öffentlichen Straßenraum der Île-de-France. Es zeigt konkret, welchen Nutzen diese Technologie für Kommunen bringt, die mit einem veralteten oder defekten Beleuchtungsnetz zu kämpfen haben.

Der Ausgangspunkt: ein veraltetes Netz auf einem besonders anspruchsvollen Abschnitt

Der Boulevard de la Défense in Paris ist eine strategische, zweispurig in jede Richtung ausgebaute Verkehrsachse, die das Geschäftsviertel La Défense erschließt und an der Universität Paris Nanterre entlang führt.

Auf dem betroffenen Abschnitt war die bestehende Straßenbeleuchtung am Ende ihrer Lebensdauer angelangt: Einige Laternen funktionierten überhaupt nicht mehr. Eine klassische Erneuerung des Stromnetzes hätte umfangreiche Tiefbauarbeiten erfordert, die auf diesem Abschnitt mit seinen mehreren Zufahrtsrampen besonders komplex gewesen wären.

Angesichts dieser Ausgangslage entschied sich das Département für einen technologischen Bruch statt einer traditionellen Sanierung: Die defekte Beleuchtung wurde durch vollständig autonome Solarleuchten ersetzt, ganz ohne Anschluss an das Stromnetz. Ausgewählt für die Umsetzung wurde das Unternehmen Fonroche Lighting, Marktführer der Branche, das bereits mehrere Großprojekte in der Île-de-France realisiert hat.

Die umgesetzte Lösung: 100 autonome Solarleuchten

Seit Mai 2026 wurden auf über einem Kilometer Straße 100 neue, mit Photovoltaikmodulen ausgestattete Masten installiert. Jeder Lichtpunkt arbeitet vollständig unabhängig dank eines Systems aus drei Komponenten: einem Photovoltaikmodul zur Energieerzeugung, einer Speicherbatterie und einer LED-Leuchte zur Lichtverteilung.

Jede im Südwesten Frankreichs gefertigte autonome Solarleuchte von Fonroche Lighting sammelt tagsüber Sonnenenergie, um nachts die Beleuchtung zu versorgen, und gewährleistet dank leistungsstarker Komponenten und eines einzigartigen Konzepts auch bei geringer Sonneneinstrahlung, insbesondere im Winter, einen durchgehenden Betrieb mit 365 beleuchteten Nächten im Jahr.

Integrierte Intelligenz: Fernsteuerung im Dienst der Energieeffizienz

Über die Energieautonomie hinaus verfügen die Anlagen über Fernsteuerungsfunktionen, mit denen sich die Lichtstärke jedes einzelnen Punkts aus der Ferne regeln lässt. Diese Dimmfunktion verfolgt ein doppeltes Ziel: die Lichtverschmutzung in einem dicht besiedelten städtischen Gebiet zu reduzieren und gleichzeitig ein Beleuchtungsniveau sicherzustellen, das dem tatsächlichen Bedarf der Straße entspricht, insbesondere in der Nähe von Verkehrsknotenpunkten und Anschlussstellen.

Die Ergebnisse: Sicherheit, Schnelligkeit und Kostenkontrolle

Das Projekt bedeutete für das Département eine Investition von rund 750.000 €, ein Betrag, der halb so hoch ausfällt wie bei einer klassischen, ans Stromnetz angeschlossenen Sanierung.

Diese Differenz lässt sich einfach erklären: keine Gräben unter der Fahrbahn, kein durchgehender elektrischer Anschluss, der auf einem ohnehin komplexen Abschnitt verlegt werden müsste.

Diese technische Entscheidung brachte für eine derart stark befahrene Achse noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: die schnelle Umsetzung. Da keine schweren Tiefbauarbeiten nötig waren, konnten die Anlagen installiert werden, ohne den Verkehr dauerhaft zu behindern – ein wichtiger Punkt auf einem zweispurig in jede Richtung ausgebauten Abschnitt, der La Défense erschließt.

In Sachen Sicherheit stellt das Département eine bessere Sichtbarkeit auf der Fahrbahn und an Bauwerken fest sowie eine klarere Wahrnehmung der Verkehrsknotenpunkte für die Verkehrsteilnehmer. Der Verzicht auf elektrische Verkabelung verringert zudem das Risiko netzbedingter Störungen und schränkt die Anfälligkeit für Kupferdiebstahl ein – ein Phänomen, das in den letzten Jahren bei Anlagen der Straßenbeleuchtung zugenommen hat.

Ein Projekt im Rahmen einer langfristigen Energiewende-Strategie

Dieses Vorhaben ist Teil der Agenda 2030 von Hauts-de-Seine, dem Fahrplan des Départements für nachhaltige Entwicklung und Energiewende. Das Département versteht diesen Ausbau als Testprojekt mit Erkenntniswert: Sollten sich die Leistungen im Zeitverlauf hinsichtlich Zuverlässigkeit und Wartung bestätigen, wird eine Ausweitung des Systems auf weitere Straßenabschnitte des Gebiets bereits in Betracht gezogen.

Warum dieser Erfahrungsbericht als Referenz für Kommunen dient

Das Projekt RD914 beantwortet eine Fragestellung, mit der sich heute zahlreiche Kommunen konfrontiert sehen:

Wie lässt sich ein veralteter Straßenbeleuchtungsbestand auf komplexer Infrastruktur (Bauwerke, Rampen, dicht bebaute Stadtabschnitte) modernisieren, ohne die Kosten und Fristen einer klassischen Stromnetzsanierung in Kauf zu nehmen?

Die Antwort der autonomen solaren Straßenbeleuchtung lässt sich in vier Punkten zusammenfassen:

  • Kontrollierte Kosten: bis zu 70 % Einsparung gegenüber einer netzgebundenen Sanierung.

  • Schnelle Umsetzung: keine Gräben, keine langwierigen Verkehrsunterbrechungen.

  • Technische Zuverlässigkeit: vollständige Autonomie auch bei geringer Sonneneinstrahlung.

  • Intelligente Steuerung: Fernsteuerung zur Anpassung der Lichtstärke und Reduzierung der Lichtverschmutzung.

Für technische Dienste von Kommunen, Ingenieurbüros und Projektentwickler, die mit ähnlichen Rahmenbedingungen konfrontiert sind, zeigt dieser Erfahrungsbericht, dass autonome solare Straßenbeleuchtung längst keine experimentelle Lösung mehr ist, die isolierten Standorten vorbehalten bleibt, sondern eine glaubwürdige und wirtschaftlich vorteilhafte Alternative – auch auf stark frequentierten Hauptverkehrsachsen.

Fonroche Lighting begleitet Kommunen bei ihren Projekten der solaren Straßenbeleuchtung, von der Machbarkeitsstudie bis zur Umsetzung vor Ort.